Schwangerschaft und Geburtshilfe in Wien
Eine Schwangerschaft ist für die meisten Frauen eine Zeit großer Freude, aber auch vieler Fragen. Welche Untersuchungen sind sinnvoll, welche notwendig? Was bedeutet ein auffälliger Wert? Und wer ist da, wenn es nicht nach Plan läuft? In meiner Privatordination im neunten Bezirk begleite ich Sie vom Beginn der Schwangerschaft bis zur Zeit nach der Geburt. Meine geburtshilfliche Ausbildung an der Universitätsfrauenklinik Wien umfasste Kreißsaal, Risikoschwangerenambulanz und Ultraschalldiagnostik. Diese Erfahrung bringe ich in jede Untersuchung ein, verbunden mit dem, was eine Privatordination möglich macht: Zeit für Sie und Ihre Fragen.
Wann sollten Sie in der Schwangerschaft zu mir kommen?
Ein erster Termin ist nach einem positiven Schwangerschaftstest sinnvoll. Im frühen Ultraschall lässt sich überprüfen, ob die Schwangerschaft in der Gebärmutter liegt und ob ihre Entwicklung dem Schwangerschaftsalter entspricht. Ab etwa der sechsten Schwangerschaftswoche kann häufig auch die Herzaktion des Embryos dargestellt werden. Außerdem bestimmen wir den voraussichtlichen Geburtstermin.
Schon beim ersten Gespräch klären wir, welche Untersuchungen in den kommenden Monaten vorgesehen sind und welche zusätzlichen Untersuchungen für Sie sinnvoll sein können. Auch wenn eine Schwangerschaft ungeplant ist und Sie über Ihre Möglichkeiten nachdenken, erhalten Sie bei mir eine sachliche Beratung ohne Druck.
Eine Beratung ist außerdem bereits vor einer geplanten Schwangerschaft sinnvoll, etwa bei Vorerkrankungen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder früheren Schwangerschaftskomplikationen. Bei Blutungen, stärkeren Schmerzen, ausgeprägtem Erbrechen oder anderen beunruhigenden Beschwerden sollten Sie sich frühzeitig ärztlich untersuchen lassen.
Welche Untersuchungen sieht der Eltern-Kind-Pass vor?
Der frühere Mutter-Kind-Pass heißt heute Eltern-Kind-Pass. Er bildet in Österreich den Rahmen für die Vorsorge in der Schwangerschaft.
Vorgesehen sind fünf ärztliche Untersuchungen:
Dazu gehören Laboruntersuchungen, unter anderem zur Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor sowie Untersuchungen auf bestimmte Infektionen. Zwischen der 25. und 28. Schwangerschaftswoche ist ein oraler Glukosetoleranztest zur Erkennung eines Schwangerschaftsdiabetes vorgesehen.
Im Eltern-Kind-Pass sind außerdem drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen: zwischen der achten und zwölften, der 18. und 22. sowie der 30. und 34. Schwangerschaftswoche. Diese Untersuchungen kann ich in meiner Ordination durchführen und je nach persönlicher Situation durch weitere medizinisch sinnvolle Kontrollen ergänzen.
Für den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe müssen die fünf vorgeschriebenen Schwangerschaftsuntersuchungen fristgerecht nachgewiesen werden. Die drei Ultraschalluntersuchungen selbst sind dafür jedoch keine Voraussetzung.
Zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche kann außerdem eine Hebammenberatung in Anspruch genommen werden. Sie bietet Informationen zu Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillen und ergänzt die ärztliche Betreuung sinnvoll.
Welche Rolle spielen Ultraschall und Doppler?
Die Ultraschalldiagnostik gehört seit Beginn meiner Laufbahn zu meinen Schwerpunkten. Nach einem Ausbildungssemester in der Ultraschallabteilung der Universitätsfrauenklinik habe ich mehrere Jahre wissenschaftlich auf diesem Gebiet gearbeitet, sowohl in der gynäkologischen als auch in der geburtshilflichen Diagnostik.
Mit dem Ultraschall lassen sich je nach Schwangerschaftswoche unter anderem Entwicklung und Wachstum des Kindes, Herzaktion, Lage des Mutterkuchens, Fruchtwassermenge und bestimmte anatomische Strukturen beurteilen. Ich erkläre Ihnen während der Untersuchung, was auf dem Bildschirm zu sehen ist und wie die einzelnen Befunde einzuordnen sind.
Die Dopplersonographie ist eine spezielle Ultraschalltechnik zur Beurteilung des Blutflusses, beispielsweise in Gebärmuttergefäßen, Nabelschnur und kindlichen Gefäßen. Sie wird vor allem bei bestimmten Risikosituationen eingesetzt, etwa bei Wachstumsauffälligkeiten oder einem Verdacht auf eine eingeschränkte Versorgung des Kindes. Auch bei bestimmten mütterlichen Erkrankungen kann sie sinnvoll sein.
Die Dopplerdiagnostik in der Geburtshilfe gehört zu den Untersuchungsverfahren, mit denen ich mich während meiner Tätigkeit an der Universitätsfrauenklinik intensiv beschäftigt habe.
Was bietet die Pränataldiagnostik?
Pränataldiagnostik umfasst zusätzliche Untersuchungen, mit denen sich das Risiko für bestimmte Fehlbildungen und Chromosomenstörungen abschätzen oder einzelne Erkrankungen diagnostisch abklären lassen. Diese Untersuchungen sind freiwillig. Ich erkläre Ihnen, was die jeweiligen Verfahren leisten können und wo ihre Grenzen liegen.
Das Ersttrimester-Screening beziehungsweise der Combined-Test wird zwischen der elften und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei werden Ultraschallbefunde wie die Nackentransparenz mit bestimmten Blutwerten und weiteren Faktoren kombiniert. Das Ergebnis ist eine individuelle Risikoberechnung, keine Diagnose.
Der nicht-invasive Pränataltest, kurz NIPT, ist ab der zehnten Schwangerschaftswoche möglich. Dabei wird zellfreie DNA aus dem mütterlichen Blut untersucht. Der Test ermöglicht insbesondere für die Trisomien 21, 18 und 13 eine sehr genaue Risikoeinschätzung. Er ist jedoch ebenfalls ein Screeningtest und ersetzt weder eine qualifizierte Ultraschalluntersuchung noch, bei einem auffälligen Ergebnis, die diagnostische Abklärung.
Das Organscreening erfolgt üblicherweise um die 20. bis 22. Schwangerschaftswoche. Dabei werden die Organe und die körperliche Entwicklung des Kindes besonders ausführlich mit Ultraschall beurteilt.
Ergibt sich bei einer dieser Untersuchungen ein auffälliger oder unklarer Befund, kann eine invasive Untersuchung notwendig sein. Dazu gehören je nach Schwangerschaftswoche und Fragestellung die Chorionzottenbiopsie oder die Amniozentese. Bei der Amniozentese wird unter Ultraschallkontrolle mit einer dünnen Nadel Fruchtwasser entnommen, um kindliche Zellen genetisch zu untersuchen.
Während meiner Tätigkeit an der Universitätsfrauenklinik habe ich zahlreiche Amniozentesen durchgeführt und mich wissenschaftlich mit pränataler Diagnostik beschäftigt. Unter anderem war ich an der Etablierung des damals verwendeten Triple-Tests beteiligt. Diese Erfahrung hilft mir heute, moderne Screeningverfahren, ihre Aussagekraft und ihre Grenzen verständlich einzuordnen.
Wie betreue ich eine Risikoschwangerschaft?
Von einer Risikoschwangerschaft spricht man, wenn bestimmte Faktoren eine engere Überwachung sinnvoll machen. Dazu können Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen, Mehrlinge, frühere Fehl- oder Frühgeburten, Myome oder Auffälligkeiten beim Kind gehören. Auch ein höheres Alter der Mutter kann das Risiko für bestimmte Schwangerschaftskomplikationen erhöhen. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Schwangerschaft zwangsläufig problematisch verläuft.
Auch ein früherer Kaiserschnitt wird bei der Geburtsplanung berücksichtigt. Ein erneuter Kaiserschnitt ist jedoch nicht automatisch notwendig. Unter geeigneten Voraussetzungen kann auch eine vaginale Geburt möglich sein.
Während meiner Tätigkeit an der Universitätsfrauenklinik habe ich die Risikoschwangerenambulanz mitbetreut und die Stationen vor und nach der Geburt betreut. In meiner Ordination bedeutet eine Risikoschwangerschaft je nach Situation engere Kontrollabstände, zusätzliche Ultraschall- oder Doppleruntersuchungen und eine Abstimmung mit der Klinik, in der die Geburt geplant ist. Bei Bedarf beziehe ich weitere Fachrichtungen mit ein.
Wo findet die Geburt statt?
Die Geburt selbst findet in der Regel in einer Klinik statt. Welche Klinik geeignet ist, hängt von Ihren persönlichen Wünschen, Ihrer Versicherung und möglichen medizinischen Risiken ab.
Meine langjährige Tätigkeit an der Universitätsfrauenklinik im AKH Wien endete Ende 2023. Eine Geburt am AKH wird daher heute vom dortigen geburtshilflichen Team betreut. Bei einer Risikoschwangerschaft besprechen wir gemeinsam, welches Krankenhaus über die für Ihre Situation notwendige medizinische Ausstattung verfügt.
Für privat versicherte Patientinnen oder Selbstzahlerinnen kommen unter anderem die Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz und die Privatklinik Döbling infrage. In beiden Häusern werde ich aktuell in der Geburtshilfe als Belegarzt geführt. Ob und in welcher Form ich Ihre Geburt persönlich begleiten kann, klären wir rechtzeitig und individuell.
Die Anmeldung zur Geburt erfolgt direkt bei der gewählten Klinik. Zeitpunkt und Ablauf unterscheiden sich je nach Haus. Ich informiere Sie rechtzeitig darüber und stelle die notwendigen Befunde zusammen.
Vorbereitung auf die Geburt
In den letzten Wochen besprechen wir die Lage des Kindes, den möglichen Geburtsmodus und Ihre persönlichen Wünsche. Ihr Partner oder Ihre Partnerin ist bei diesen Gesprächen selbstverständlich willkommen.
Ein besonderes Thema ist die Beckenendlage, bei der das Kind mit dem Gesäß oder den Füßen nach unten liegt. Ich habe mich wissenschaftlich mit dem Entbindungsmodus bei Beckenendlage beschäftigt und während meiner geburtshilflichen Ausbildung viele solcher Geburten begleitet.
Bleibt das Kind gegen Ende der Schwangerschaft in Beckenendlage, können je nach Situation eine äußere Wendung, eine vaginale Geburt in einem entsprechend erfahrenen Zentrum oder ein geplanter Kaiserschnitt infrage kommen. Eine äußere Wendung wird in der Regel gegen Ende der Schwangerschaft, meist nach Vollendung der 37. Woche, erwogen.
Wie geht es nach der Geburt weiter?
Etwa sechs bis acht Wochen nach der Geburt ist eine gynäkologische Nachkontrolle sinnvoll. Dabei beurteile ich unter anderem die Rückbildung der Gebärmutter, Geburtsverletzungen oder eine Kaiserschnittnarbe und den Beckenboden.
Wir sprechen außerdem über Stillen, Schlaf, körperliche Erholung, Ihre Stimmung und die Verhütung nach der Geburt. Wenn zusätzliche Unterstützung sinnvoll ist, etwa durch eine Hebamme, Stillberatung, Beckenbodenphysiotherapie oder psychologische Betreuung, helfe ich Ihnen bei der weiteren Planung.
Informationen zum Beckenboden finden Sie unter Chronischer Beckenschmerz und Beckenboden in Wien, zur Verhütung nach der Geburt unter Verhütung in Wien.
Warum sollten Sie Ihre Schwangerschaft von Prof. Obwegeser betreuen lassen?
Ich bin seit 1993 Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und war von 1989 bis Ende 2023 an der Universitätsfrauenklinik Wien tätig. Meine geburtshilfliche Ausbildung umfasste den Kreißsaal, die Erstaufnahme, die Kontroll- und Risikoschwangerenambulanz sowie die Betreuung der Stationen vor und nach der Geburt.
Für meine wissenschaftliche Arbeit zur Aussagekraft von Apgar-Score und Nabelarterien-pH-Wert für den Zustand des Neugeborenen erhielt ich 1994 den Thalhammerpreis für Perinatologie.
Dazu kommt meine langjährige Erfahrung in der Gynäkologie, etwa mit Myomen, Eierstockzysten und Endometriose, die auch während einer Schwangerschaft eine Rolle spielen können. In meiner Ordination bleibt ausreichend Zeit, Befunde verständlich zu erklären und Ihre Fragen und Vorstellungen rund um Schwangerschaft und Geburt zu besprechen.
Was kostet die Betreuung und was übernimmt die Kasse?
Ich führe eine Privatordination ohne Kassenvertrag. Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen können bei mir als Wahlarzt durchgeführt werden. Sie bezahlen die Honorarnote zunächst selbst und können sie anschließend bei Ihrem Krankenversicherungsträger zur Kostenerstattung einreichen. Die Höhe der Rückerstattung richtet sich nach dem jeweiligen Kassentarif.
Für zusätzliche Untersuchungen wie NIPT oder Organscreening gelten je nach medizinischer Indikation und Versicherung eigene Regelungen. Den konkreten Betrag für Ihre Betreuung nennt Ihnen mein Team gerne vorab.
Wann sollte der erste Termin nach dem positiven Test stattfinden?
Häufig ist ein erster Termin zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche sinnvoll. In diesem Zeitraum lässt sich meist beurteilen, ob die Schwangerschaft in der Gebärmutter liegt und sich zeitgerecht entwickelt. Eine Herzaktion kann häufig bereits dargestellt werden, bei einem sehr frühen Termin jedoch noch nicht immer. Bei stärkeren Blutungen, ausgeprägten Schmerzen, Kreislaufproblemen oder anderen akuten Beschwerden sollten Sie sich rasch ärztlich untersuchen lassen.
Muss ich die Pränataldiagnostik machen lassen?
Nein. Zusätzliche pränataldiagnostische Untersuchungen sind freiwillig. Ich erkläre Ihnen, welche Informationen die einzelnen Tests liefern, welche Grenzen sie haben und welche weiteren Schritte sich aus einem auffälligen Ergebnis ergeben können. Danach entscheiden Sie selbst, welche Untersuchungen Sie durchführen lassen möchten.
Kann ich bei Ihnen entbinden?
Die Geburt findet in einer Klinik statt. Aktuell werde ich sowohl in der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz als auch in der Geburtshilfe der Privatklinik Döbling als Belegarzt geführt. Eine persönliche Geburtsbegleitung wird individuell geplant. Wenn Sie am AKH Wien oder in einem anderen Krankenhaus entbinden, betreut Sie bei der Geburt das jeweilige Team der Klinik. Ich kann Sie während der Schwangerschaft auf die Geburt vorbereiten und die notwendigen Befunde zusammenstellen.
Was ist, wenn mein Kind in Beckenendlage liegt?
Viele Kinder drehen sich im Verlauf der Schwangerschaft noch von selbst. Bleibt das Kind gegen Ende der Schwangerschaft in Beckenendlage, besprechen wir die möglichen Wege. Dazu gehören je nach Befund eine äußere Wendung, eine vaginale Geburt in einem dafür erfahrenen Zentrum oder ein geplanter Kaiserschnitt.
Wie lange dauert ein Termin in der Schwangerschaft?
Für den ersten Termin plane ich ausreichend Zeit für Gespräch, Untersuchung, Vorbefunde und Ultraschall ein. Auch bei den weiteren Kontrollen bleibt Zeit, Ihre Fragen zu besprechen.
Von 1989 bis 2023 an der Universitätsfrauenklinik im AKH Wien, ab 1994 Gesamtoberarzt; Gründer und langjähriger Leiter der ZEM-Ambulanz für Zysten, Endometriose und Myome.
Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, vereinbaren Sie einen Termin unter +43 1 317 660 0 oder per E-Mail an ordination@prof-obwegeser.at. Meine Privatordination befindet sich in der Hörlgasse 14, Top 11, 1090 Wien. Bitte beachten Sie: Der Eingang befindet sich in der Liechtensteinstraße 8.