Gynäkologische Vorsorge in Wien
Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der regelmäßigen Gesundheitsvorsorge. Sie dient dazu, bestimmte Veränderungen frühzeitig zu erkennen sowie Beschwerden und Risikofaktoren abzuklären. In meiner Privatordination im 9. Wiener Gemeindebezirk nehme ich mir für diese Untersuchung Zeit. Sie erhalten eine gründliche Abklärung, eine Erklärung jedes Befundes in verständlichen Worten und eine klare Empfehlung, wann Sie wiederkommen sollten. Meine Erfahrung aus über drei Jahrzehnten an der Universitätsfrauenklinik im AKH Wien fließt in jede Untersuchung ein, auch in die scheinbar unauffällige.
Warum ist die jährliche Vorsorge so wichtig?
Viele gynäkologische Erkrankungen können zunächst wenige oder keine Beschwerden verursachen. Das gilt für die Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses ebenso wie für Eierstockzysten, Myome (gutartige Muskelknoten der Gebärmutter) oder Veränderungen der Brust. Eine frühzeitige Abklärung kann je nach Befund die Behandlung erleichtern und unnötige Eingriffe vermeiden. Der Gebärmutterhalskrebs ist das beste Beispiel. Seine Vorstufen lassen sich mit dem Krebsabstrich über viele Jahre hinweg erkennen, bevor daraus ein Karzinom entsteht. In Ländern mit flächendeckender Vorsorge ist die Zahl der Erkrankungen deshalb stark zurückgegangen.
Die Vorsorge hat aber noch eine zweite Funktion, die mir mindestens ebenso wichtig ist. Sie ist der Moment, in dem Sie in Ruhe alles ansprechen können, was Sie beschäftigt. Blutungsstörungen, Schmerzen, Fragen zur Verhütung, zur Familienplanung, zu den Wechseljahren oder zur Sexualität gehören genauso in dieses Gespräch wie der Abstrich selbst. In meiner Ordination gibt es dafür keine Uhr, die im Hintergrund tickt.
Was umfasst die Vorsorgeuntersuchung bei mir?
Die Untersuchung beginnt mit einem Gespräch. Ich frage nach Ihrem Zyklus, nach Beschwerden, nach Vorerkrankungen und Operationen, nach Ihrer Familiengeschichte und nach Ihrer aktuellen Lebenssituation. Bringen Sie bitte frühere Befunde mit, wenn Sie welche haben. Danach folgt die gynäkologische Untersuchung auf dem Stuhl. Ich beurteile Scheide und Gebärmutterhals mit dem Spekulum, entnehme den Krebsabstrich und taste anschließend Gebärmutter und Eierstöcke ab.
Der Krebsabstrich, auch PAP-Abstrich genannt, ist die zentrale Untersuchung zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses. Dabei streife ich mit einem kleinen Bürstchen Zellen vom Muttermund ab, die im Labor auf Veränderungen untersucht werden. Ab dem 30. Lebensjahr kann ein validierter HPV-Test zur Früherkennung eingesetzt werden. Er weist die humanen Papillomaviren nach, die für nahezu alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. PAP- und HPV-Test können dabei je nach individueller Situation und Empfehlung alternierend eingesetzt werden.
Anschließend führe ich einen Ultraschall durch die Scheide durch. Mit dem transvaginalen Ultraschall lassen sich Gebärmutter, Gebärmutterschleimhaut und Eierstöcke darstellen. Dabei können beispielsweise Zysten, Myome oder Auffälligkeiten der Gebärmutterschleimhaut erkannt und weiter eingeordnet werden. Die Ultraschalldiagnostik war über viele Jahre einer meiner wissenschaftlichen Schwerpunkte, besonders die Beurteilung von Veränderungen an den Eierstöcken. Diese Erfahrung hilft mir, harmlose von abklärungsbedürftigen Befunden zu unterscheiden und Ihnen unnötige Sorgen zu ersparen.
Zum Abschluss taste ich die Brust und die Achselhöhlen ab. Bei Bedarf ergänze ich die Untersuchung um einen Brustultraschall. Ich habe die Brustultraschall-Ambulanz am AKH Wien über Jahre betreut und geleitet und weiß, wie wertvoll diese Untersuchung gerade bei dichtem Brustgewebe jüngerer Frauen ist, wo die Mammographie an ihre Grenzen stößt. Tastbare Knoten, Schmerzen oder Absonderungen aus der Brustwarze untersuche ich noch am selben Tag klinisch und sonografisch und veranlasse bei Bedarf die weitere bildgebende oder histologische Abklärung.
Wie oft sollten Sie zur gynäkologischen Vorsorge kommen?
In Österreich wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr eine regelmäßige gynäkologische Vorsorge mit PAP-Abstrich empfohlen. Ab dem 30. Lebensjahr kann zusätzlich ein validierter HPV-Test zur Früherkennung eingesetzt werden. Welches Verfahren und welches Untersuchungsintervall sinnvoll sind, hängt von den bisherigen Befunden und der individuellen Situation ab. Für die Brust gilt: Frauen zwischen 45 und 74 Jahren werden alle zwei Jahre zur Mammographie im Rahmen des österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms eingeladen. Frauen zwischen 40 und 44 Jahren sowie ab 75 Jahren können freiwillig daran teilnehmen. Ein Brustultraschall kann die Mammographie bei entsprechender Indikation ergänzen, ersetzt sie aber nicht.
Ich halte regelmäßige, meist jährliche gynäkologische Kontrollen unabhängig vom Abstrichintervall für sinnvoll. Welche Untersuchungen dabei angezeigt sind, richtet sich nach Alter, Beschwerden, Vorgeschichte und individuellen Risikofaktoren. Welches Intervall für Sie persönlich richtig ist, besprechen wir am Ende jeder Untersuchung. Bei familiärer Vorbelastung, nach auffälligen Abstrichen oder bei bekannten Myomen und Zysten können kürzere Abstände sinnvoll sein.
Wann sollten Sie außerhalb des Intervalls zu mir kommen?
Warten Sie nicht auf den nächsten Vorsorgetermin, wenn sich etwas verändert. Blutungen außerhalb der Regel, nach dem Geschlechtsverkehr oder nach den Wechseljahren sollten immer abgeklärt werden. Das Gleiche gilt für Schmerzen im Unterbauch, die neu auftreten oder sich verstärken, für Schmerzen beim Verkehr sowie für einen Ausfluss, dessen Farbe, Geruch oder Menge sich verändert. Einen tastbaren Knoten in der Brust, eine neu eingezogene Brustwarze oder eine Hautveränderung an der Brust sollten Sie zeitnah untersuchen lassen. Auch ein neu aufgetretenes und anhaltendes Druckgefühl im Bauch, Blähungen ohne erkennbare Ursache oder eine Zunahme des Bauchumfangs sollten gynäkologisch abgeklärt werden.
In meiner Ordination bekommen Sie für solche Anliegen kurzfristig einen Termin. Häufig stellt sich heraus, dass die Ursache harmlos ist. Diese Gewissheit ist aber nur dann etwas wert, wenn sie auf einer gründlichen Untersuchung beruht.
Ein eigenes Kapitel sind wiederkehrende Beschwerden im Vaginalbereich, etwa durch Pilzinfektionen oder Veränderungen der Scheidenflora. Wenn Sie mehrmals im Jahr davon betroffen sind, ist es wenig sinnvoll, immer wieder auf Verdacht dasselbe Präparat anzuwenden. Unnötige oder wiederholte Behandlungen können die natürliche Scheidenflora zusätzlich belasten. Ich sehe mir in solchen Fällen Ihre gesamte Situation an, vom Zyklus über die Verhütung bis zu Lebensumständen und Stress, und suche nach möglichen Ursachen und begünstigenden Faktoren, statt nur das Symptom zu behandeln. Auch das gehört für mich zur Vorsorge.
Wie verändert sich die Vorsorge in den verschiedenen Lebensphasen?
Die Gynäkologie begleitet Sie über Jahrzehnte, und die Schwerpunkte der Vorsorge verschieben sich dabei.
Vorsorge bei jungen Patientinnen
Bei jungen Patientinnen stehen das Gespräch über Verhütung, der Zyklus und die HPV-Impfung im Vordergrund. Die Beratung ist hier oft wichtiger als die Untersuchung selbst, und ich nehme mir dafür bewusst Zeit.
Sehr starke oder schmerzhafte Regelblutungen nehme ich in diesem Alter ernst, weil sie ein erstes Zeichen einer Endometriose sein können, einer Erkrankung, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedelt. Starke Blutungen können zudem zu einem Eisenmangel führen, der Müdigkeit und Leistungsabfall verursacht. Bei Verdacht lasse ich den Eisenstatus bestimmen und leite bei Bedarf eine Therapie ein.
Vorsorge bei Kinderwunsch
Bei Kinderwunsch wird die Vorsorge zur Vorbereitung. Ich prüfe den Impfschutz, kontrolliere bei Bedarf Schilddrüsenfunktion und Eisenstatus, bespreche Folsäure und kläre Zyklusstörungen ab, die eine Schwangerschaft erschweren können.
Bleibt eine Schwangerschaft aus, ist bei Frauen unter 35 Jahren meist nach zwölf Monaten eine Abklärung sinnvoll, ab 35 Jahren bereits nach etwa sechs Monaten. Bei bekannten Risikofaktoren kann eine frühere Abklärung angezeigt sein. Dabei sollten beide Partner untersucht werden.
Meine Ausbildung in der Hormonambulanz der Universitätsfrauenklinik hilft mir, hormonelle Ursachen zu erkennen. Tritt eine Schwangerschaft ein, geht die Vorsorge nahtlos in die Schwangerschaftsbetreuung über.
Vorsorge rund um die Menopause
Rund um die Menopause verändert sich der Körper erneut. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Scheidentrockenheit und Blutungsunregelmäßigkeiten sind häufige Themen im Gespräch. Ich berate Sie zu den Möglichkeiten einer Hormontherapie ebenso wie zu Alternativen. Blutungen nach den Wechseljahren sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Für Patientinnen mit wiederkehrenden Infektionen, Senkungsbeschwerden oder Myomen, die eine operative Behandlung brauchen könnten, plane ich die Kontrollen individuell. Als Frauenarzt mit universitärem Hintergrund kann ich Ihnen in jeder dieser Phasen sagen, was Beobachtung verträgt und was Behandlung braucht.
Wie gehe ich mit einem auffälligen Befund um?
Ein auffälliger Abstrich bedeutet nicht, dass Sie Krebs haben. Viele leichtgradige Veränderungen bilden sich von selbst zurück. Ich erkläre Ihnen den Befund und die Einstufung, und wir legen gemeinsam fest, ob eine Kontrolle nach einigen Monaten genügt oder ob eine genauere Untersuchung des Muttermundes mit der Lupe, die sogenannte Kolposkopie, sinnvoll ist. Ich habe ab 1989 die Vulva- und Dysplasieambulanz an der Universitätsfrauenklinik mit aufgebaut, in der genau solche Veränderungen abgeklärt werden. Das Vorgehen ist mir deshalb sehr vertraut.
Zeigt der Ultraschall eine Zyste oder ein Myom, bespreche ich mit Ihnen, ob Beobachten reicht oder eine Behandlung nötig ist. Viele funktionelle Eierstockzysten bei Frauen vor den Wechseljahren bilden sich innerhalb weniger Zyklen von selbst zurück. Alles Weitere zu diesen Befunden finden Sie auf der Seite zur ZEM-Ambulanz. Ergibt der Brustultraschall einen unklaren Befund, veranlasse ich die erforderliche weitere Abklärung, beispielsweise durch eine Mammographie oder eine gezielte Gewebeentnahme, und begleite Sie durch die nächsten Schritte. Sie werden mit keinem Befund allein gelassen.
Warum sollten Sie zur Vorsorge zu mir kommen?
Ich bin seit 1993 Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und war von 1989 bis Ende 2023 an der Universitätsfrauenklinik im AKH Wien tätig, ab 1994 als Gesamtoberarzt. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Bereiche des Faches ausgeübt, von der Vorsorge über die Ultraschalldiagnostik bis zur gynäkologischen Onkologie und zur Brustkrebsbehandlung.
Diese breite Erfahrung ist auch bei einer Vorsorgeuntersuchung von Vorteil. Sie hilft mir, Befunde fachlich einzuordnen, Auffälligkeiten zu erkennen und Ihnen verständlich zu erklären, welche weiteren Schritte sinnvoll sind.
Das Format der Privatordination erlaubt mir, das zu tun, was in einem vollen Ambulanzbetrieb oft nicht möglich ist. Sie haben einen fixen Termin ohne lange Wartezeit, ich untersuche Sie selbst und erkläre Ihnen Ihre Befunde persönlich. So wissen Sie nach der Untersuchung, ob weitere Schritte notwendig sind und wann die nächste Kontrolle sinnvoll ist.
Ich habe Freude an der Medizin, und diese Freude schließt das Gespräch mit Ihnen ausdrücklich ein.
Was kostet die Vorsorgeuntersuchung?
Ich führe eine Privatordination ohne Kassenvertrag. Nach der Untersuchung erhalten Sie eine Honorarnote.
Details zur Abrechnung finden Sie auf der Seite zur Ordination.
Ab welchem Alter sollte ich zur ersten Vorsorgeuntersuchung gehen?
Eine gynäkologische Beratung kann bereits bei Fragen zur Verhütung, bei Zyklusbeschwerden oder anderen gynäkologischen Anliegen sinnvoll sein und muss nicht mit einer Untersuchung auf dem Stuhl verbunden sein. In Österreich wird der PAP-Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ab dem 18. Lebensjahr empfohlen.
Ist die Untersuchung während der Regelblutung möglich?
Grundsätzlich ja. Gespräch und Ultraschall sind auch während der Regelblutung möglich. Für den Krebsabstrich ist ein Termin außerhalb einer stärkeren Blutung günstiger, da Blut die Beurteilung der entnommenen Zellen erschweren kann. Wenn sich Ihr Termin mit der Regelblutung überschneidet, rufen Sie einfach an. Wir klären mit Ihnen, ob die Untersuchung wie geplant stattfinden kann oder eine Verschiebung sinnvoll ist.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis des Abstrichs vorliegt?
Das Labor benötigt in der Regel etwa ein bis zwei Wochen. Bei einem unauffälligen Ergebnis informieren wir Sie. Bei einem auffälligen Befund bespreche ich mit Ihnen persönlich, was das Ergebnis bedeutet und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.
Brauche ich nach den Wechseljahren noch eine gynäkologische Vorsorge?
Ja. Auch nach den Wechseljahren bleiben gynäkologische Kontrollen wichtig. Das Risiko für mehrere Erkrankungen, darunter Gebärmutterkörper-, Eierstock- und Brustkrebs, nimmt mit dem Alter zu. Auch Gebärmutterhalskrebs kann nach den Wechseljahren auftreten. Besonders wichtig ist es, neue Beschwerden nicht bis zur nächsten Routinekontrolle aufzuschieben. Blutungen nach den Wechseljahren sollten beispielsweise immer zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Welche Untersuchungen im Rahmen der Vorsorge sinnvoll sind, richtet sich nach Ihrem Alter, Ihrer Vorgeschichte, Ihren Beschwerden und individuellen Risikofaktoren.
Ersetzt der Brustultraschall die Mammographie?
Nein. Der Brustultraschall ersetzt die Mammographie nicht. Beide Verfahren haben unterschiedliche Stärken. Die Mammographie ist die etablierte Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung und kann unter anderem feine Verkalkungen darstellen, die im Ultraschall nicht oder nur schwer sichtbar sind. Ein Brustultraschall kann insbesondere bei dichtem Brustgewebe oder zur weiteren Abklärung eines auffälligen oder tastbaren Befundes sinnvoll sein.
Im österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm werden Frauen zwischen 45 und 74 Jahren alle zwei Jahre zur Mammographie eingeladen. Frauen zwischen 40 und 44 Jahren sowie ab 75 Jahren können auf eigenen Wunsch ebenfalls am Programm teilnehmen. Ob zusätzlich ein Brustultraschall sinnvoll ist, entscheide ich anhand des individuellen Befundes.
Von 1989 bis 2023 an der Universitätsfrauenklinik im AKH Wien, ab 1994 Gesamtoberarzt; Gründer und langjähriger Leiter der ZEM-Ambulanz für Zysten, Endometriose und Myome.
Vereinbaren Sie Ihren Vorsorgetermin telefonisch unter +43 1 317 660 0 oder per E-Mail an ordination@prof-obwegeser.at. Termine vergebe ich nach telefonischer Voranmeldung. Meine Ordination befindet sich in der Hörlgasse 14, Top 11, 1090 Wien. Bitte beachten Sie, dass sich der Eingang in der Liechtensteinstraße 8 befindet.