Kupferkette (GyneFix) in Wien
Die Kupferkette ist eine hormonfreie Verhütung: ein biegsamer Faden mit Kupferzylindern, der in der Gebärmutter verankert wird und dort bis zu fünf Jahre bleibt. Sie ist deutlich kleiner als eine Spirale und passt daher auch in eine kleine oder schmale Gebärmutter.
Wann eine Abklärung sinnvoll ist
Die Kupferkette passt besonders, wenn:
Nicht geeignet ist sie bei einer Kupferallergie, bei unklaren Blutungen, bei bestehender Infektion und bei stark verformter Gebärmutterhöhle, etwa durch Myome.
Der Ablauf bei mir
Wir vergleichen Kupferkette, Spirale, Hormonspirale und Alternativen anhand Ihrer Vorgeschichte, Blutungsstärke und Lebensplanung. Sie entscheiden danach, nicht im selben Termin, wenn Sie überlegen möchten.
Ich messe die Gebärmutterhöhle aus und schließe Infektionen und Auffälligkeiten aus. Das ist der Schritt, der über die richtige Größe und das Verankern entscheidet.
Am besten in den letzten Tagen der Regelblutung, weil der Gebärmutterhals dann leicht geöffnet ist. Die Einlage dauert wenige Minuten; nehmen Sie eine Stunde vorher ein Schmerzmittel.
Ultraschallkontrolle nach der nächsten Regelblutung, danach jährlich. So sehen wir früh, wenn die Kette verrutscht ist.
Was Sie danach erwartet
Krampfartige Beschwerden für einige Stunden bis Tage sind normal, ähnlich starken Regelschmerzen.
Die ersten zwei bis drei Blutungen können stärker und länger sein als gewohnt. Danach stabilisiert sich das meist.
Der Verhütungsschutz besteht ab der Einlage. Der Zyklus bleibt natürlich, es gibt keine Hormonpause und keinen verzögerten Kinderwunsch: Nach der Entfernung sind Sie sofort wieder fruchtbar.
Risiken und Grenzen
Die Kupferkette ist sehr sicher, aber keine Methode ist ohne Risiko — und keine ist für jede Frau die richtige.
Stärkere und längere Regelblutungen sind die häufigste Nebenwirkung; bei bereits starken Blutungen ist die Kette meist nicht die beste Wahl.
Sie kann verrutschen oder ausgestoßen werden, besonders in den ersten Monaten. Deshalb die Kontrolle nach der ersten Blutung.
Sehr selten wird bei der Einlage die Gebärmutterwand verletzt. Eine Schwangerschaft ist möglich, wenn auch selten; sie muss dann rasch beurteilt werden.
Fragen, die mir Patientinnen stellen
Tut die Einlage weh?
Sie ist kurz unangenehm, vergleichbar mit starken Regelschmerzen für ein bis zwei Minuten. Mit einem Schmerzmittel eine Stunde vorher kommen die meisten Frauen gut zurecht. Eine Narkose ist nicht nötig.
Was ist der Unterschied zur Spirale?
Die Kupferkette ist kleiner, biegsam und wird in der Gebärmutterwand verankert statt zwischen den Wänden aufgespannt. Dadurch passt sie auch in kleine Gebärmutterhöhlen und verursacht seltener Druckbeschwerden.
Wie sicher ist sie?
Sie gehört zu den sichersten Methoden — vergleichbar mit Spirale und Hormonspirale und sicherer als die Pille im Alltag, weil kein Anwendungsfehler möglich ist.
Bekomme ich stärkere Regelblutungen?
Häufig in den ersten Monaten. Wenn Ihre Blutungen bereits stark sind oder Sie Eisenmangel haben, ist die Hormonspirale oft die bessere Wahl. Das klären wir vorher.
Kann ich sie auch ohne Kinder tragen?
Ja. Gerade dafür ist die Kupferkette gemacht — sie kommt mit einer kleinen Gebärmutterhöhle zurecht.
Was kostet die Kupferkette?
Einlage inklusive Kette ab 480 €, dazu Beratung und Ultraschallkontrolle. Als Wahlarztleistung reichen Sie die Honorarnote bei Ihrer Kasse ein; erstattet wird ein Teil.
Schwerpunkt Endometriose, Myome und Eierstockzysten; ehemaliger Leiter der ZEM-Ambulanz am AKH Wien, über 90 wissenschaftliche Arbeiten.
Fragen Sie online an oder rufen Sie an. Für ein Erstgespräch mit Untersuchung plane ich 45 Minuten ein; bringen Sie bitte Vorbefunde und eine Liste Ihrer Medikamente mit.