Univ.-Prof. Dr. med.
Reinhard Obwegeser
ZEM · Myome

Myome behandeln in Wien

Myome sind gutartige Knoten, die aus dem Muskelgewebe der Gebärmutter entstehen. Gebärmuttermyome gehören zu den häufigsten gutartigen Veränderungen in der Gynäkologie. Viele Frauen haben ein oder mehrere Myome, ohne je davon zu erfahren, weil sie keine Beschwerden verursachen. Andere leiden unter sehr starken Regelblutungen, einem Druckgefühl im Unterbauch oder unerfülltem Kinderwunsch, ohne zu wissen, dass Myome dahinterstecken können. Ich habe 2003 am AKH Wien die ZEM-Ambulanz für Zysten, Endometriose und Myome gegründet und sie bis Ende 2023 geleitet. In meiner Privatordination in 1090 Wien kläre ich Ihren Befund in Ruhe ab und bespreche mit Ihnen, ob überhaupt eine Behandlung notwendig ist und welche Möglichkeit für Ihre Situation am besten geeignet ist.

Was sind Myome und wo wachsen sie?

Myome entstehen aus der glatten Muskulatur der Gebärmutter und können einzeln oder in größerer Zahl auftreten. Sie sind hormonabhängig und entwickeln beziehungsweise vergrößern sich vor allem während der fruchtbaren Lebensjahre. Nach den Wechseljahren werden viele Myome kleiner, weil die hormonelle Stimulation abnimmt.

Myome selbst sind gutartig. Sehr selten kann sich hinter einer zunächst als Myom eingeschätzten Veränderung eine andere, bösartige Erkrankung wie ein Gebärmuttersarkom verbergen. Die Fachbezeichnung für eine Gebärmutter mit mehreren Myomen lautet Uterus myomatosus.

Welche Arten von Myomen gibt es?

Für Beschwerden und Behandlung ist neben der Größe vor allem entscheidend, wo ein Myom liegt und ob es die Gebärmutterhöhle verändert. Vereinfacht lassen sich drei Hauptgruppen unterscheiden:

·Submuköse Myome liegen unmittelbar unter der Gebärmutterschleimhaut und wachsen teilweise oder vollständig in die Gebärmutterhöhle hinein. Sie können bereits bei geringer Größe starke Blutungen verursachen und die Einnistung einer Schwangerschaft beeinträchtigen.
·Intramurale Myome liegen innerhalb der Muskelwand der Gebärmutter. Je nach Größe und Lage können sie Blutungsstörungen, Schmerzen oder eine Vergrößerung der Gebärmutter verursachen. Wenn sie die Gebärmutterhöhle verformen, können sie auch für einen Kinderwunsch relevant sein.
·Subseröse Myome wachsen überwiegend nach außen in Richtung Bauchraum. Sie verursachen seltener Blutungsstörungen, können bei entsprechender Größe jedoch auf Blase, Darm oder andere Strukturen drücken. Manche Myome sind über einen Stiel mit der Gebärmutter verbunden.

In der Praxis gibt es auch Übergangsformen. Deshalb beurteile ich jedes Myom anhand seiner genauen Lage, Größe und Beziehung zur Gebärmutterhöhle.

Wann sollte man Myome abklären lassen?

Ein Myom, das zufällig im Ultraschall entdeckt wird und keine Beschwerden verursacht, ist zunächst kein Grund zur Sorge und muss häufig auch nicht behandelt werden.

Eine genauere Abklärung ist insbesondere sinnvoll bei:

·sehr starken oder ungewöhnlich langen Regelblutungen,
·Blutungen zwischen den Regelblutungen,
·Druck- oder Völlegefühl im Unterbauch,
·häufigem Harndrang oder Verstopfung,
·Unterbauch-, Rücken- oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
·unerfülltem Kinderwunsch,
·wiederholten Fehlgeburten sowie
·einer neu auftretenden oder wachsenden Veränderung nach den Wechseljahren.

Starke Blutungen und Eisenmangel

Sehr starke Regelblutungen gehören zu den häufigsten Beschwerden bei Myomen. Wenn Sie nachts wiederholt Binden oder Tampons wechseln müssen, größere Blutgerinnsel abgehen oder die Blutung Ihren Alltag wesentlich bestimmt, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Ein längerfristig erhöhter Blutverlust kann zu Eisenmangel und schließlich zu einer Blutarmut führen. Typische Beschwerden sind Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Schwäche oder Kurzatmigkeit. Aber auch Haarausfall kann auftreten. Deshalb kontrolliere ich bei ausgeprägten Blutungen neben dem Blutbild insbesondere den Eisenspeicher, beispielsweise anhand des Ferritinwertes.

Myome und Kinderwunsch

Bei unerfülltem Kinderwunsch oder wiederholten Fehlgeburten ist vor allem die Lage des Myoms wichtig. Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen oder diese deutlich verformen, können die Einnistung eines Embryos beeinträchtigen.

Nicht jedes Myom muss deshalb vor einer Schwangerschaft entfernt werden. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt von Lage, Größe und Zahl der Myome sowie von weiteren möglichen Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches ab.

Was bedeutet schnelles Wachstum eines Myoms?

Myome können während der fruchtbaren Lebensjahre unterschiedlich schnell wachsen und sich in ihrer Größe auch wieder verändern. Rasches Wachstum allein bedeutet nicht, dass ein Myom bösartig ist.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert jedoch eine neu auftretende oder deutlich zunehmende Raumforderung nach den Wechseljahren. In dieser Lebensphase ist ein Wachstum ungewöhnlicher und sollte sorgfältig abgeklärt werden.

Wie untersuche ich Myome in meiner Praxis in Wien?

Gespräch und gynäkologische Untersuchung

Alles beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Ich möchte Ihr Blutungsmuster, mögliche Schmerzen und Druckbeschwerden sowie Ihre persönliche Lebenssituation verstehen. Besonders wichtig ist die Frage, ob aktuell oder zukünftig ein Kinderwunsch besteht.

Wenn bereits Blutbefunde, Ultraschallbilder oder frühere Arztbriefe vorliegen, bringen Sie diese bitte zum Termin mit. Bei starken Blutungen kontrolliere ich Blutbild und Eisenspeicher, denn ein Eisenmangel sollte unabhängig von der weiteren Myombehandlung mitbehandelt werden.

Ultraschall bei Myomen

Anschließend folgt die gynäkologische Untersuchung mit transvaginalem Ultraschall. Der Ultraschall ist die wichtigste bildgebende Untersuchung zur Beurteilung von Myomen.

Dabei erfasse ich insbesondere:

·Zahl und Größe der Myome,
·ihre genaue Lage in der Gebärmutter,
·ihre Beziehung zur Gebärmutterhöhle und zur Gebärmutterschleimhaut sowie
·mögliche Auswirkungen auf umliegende Organe.

Bei einer stark vergrößerten Gebärmutter kann zusätzlich ein Ultraschall über die Bauchdecke sinnvoll sein. In ausgewählten Fällen, etwa bei komplexen Befunden, vor bestimmten Operationen oder wenn der Ultraschall keine eindeutige Beurteilung erlaubt, kann ergänzend eine Magnetresonanztomographie sinnvoll sein.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Myomen?

Bei Gebärmuttermyomen gibt es selten nur einen richtigen Weg. Entscheidend sind Ihre Beschwerden, Größe, Lage und Zahl der Myome, Ihr Alter sowie die Frage, ob Sie Ihre Gebärmutter erhalten beziehungsweise später schwanger werden möchten.

Myome beobachten

Ein Myom ohne Beschwerden muss häufig gar nicht behandelt werden. Ob und in welchen Abständen eine Ultraschallkontrolle sinnvoll ist, entscheide ich individuell. Dabei berücksichtige ich unter anderem Alter, Größe und Lage des Myoms, bisherige Größenveränderungen und die Frage, ob Sie sich bereits in oder nach den Wechseljahren befinden. Ein fixes Kontrollintervall von sechs oder zwölf Monaten ist nicht bei jeder Patientin erforderlich.

Myome medikamentös behandeln

Medikamente können insbesondere starke Blutungen und Schmerzen lindern. Je nach Situation kommen unterschiedliche Möglichkeiten infrage.

Nicht-hormonelle Medikamente wie Tranexamsäure können während der Regelblutung den Blutverlust reduzieren. Auch bestimmte entzündungshemmende Schmerzmittel können bei Schmerzen und teilweise auch bei verstärkter Blutung helfen.

Hormonelle Behandlungen wie eine Hormonspirale, kombinierte hormonelle Verhütungsmittel oder Gestagene können Blutungsbeschwerden deutlich reduzieren. Eine Hormonspirale eignet sich insbesondere dann, wenn die Gebärmutterhöhle durch die Myome nicht wesentlich verformt ist.

In ausgewählten Situationen können auch spezielle hormonelle Medikamente eingesetzt werden, die die Wirkung der Eierstockhormone vorübergehend unterdrücken und dadurch Beschwerden reduzieren beziehungsweise Myome verkleinern können.

Diese medikamentösen Therapien behandeln vor allem die Beschwerden. Welche davon sinnvoll ist, hängt vom Befund, Ihren persönlichen Risikofaktoren und einem möglichen Kinderwunsch ab.

Besteht ein Eisenmangel, behandle ich diesen zusätzlich. Je nach Ausmaß kann Eisen als Tablette oder bei entsprechender Indikation als Infusion gegeben werden.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn Myome starke Beschwerden verursachen, medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichend helfen, die Gebärmutterhöhle wesentlich verändern oder ein Myom im Rahmen eines Kinderwunsches als relevant eingeschätzt wird. Welche Operationsmethode geeignet ist, hängt vor allem von Lage, Größe und Zahl der Myome ab.

Gebärmutterspiegelung bei submukösen Myomen

Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen, können häufig über eine Hysteroskopie, also eine Gebärmutterspiegelung, entfernt werden. Dabei wird ein dünnes optisches Instrument durch Scheide und Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt. Das Myom kann von dort gezielt abgetragen werden. Ein Bauchschnitt ist nicht notwendig.

Wie schnell Sie danach wieder vollständig belastbar sind, hängt vom Umfang des Eingriffs und Ihrem individuellen Verlauf ab. Nach kleineren hysteroskopischen Eingriffen ist die Erholung meist rasch.

Bauchspiegelung bei Myomen in der Gebärmutterwand

Myome in der Muskelwand oder an der Außenseite der Gebärmutter können je nach Größe, Zahl und Lage über eine Laparoskopie, also eine Bauchspiegelung, entfernt werden. Über mehrere kleine Hautschnitte werden eine Kamera und feine Instrumente eingeführt. Das Myom wird aus der Gebärmutterwand gelöst und die Gebärmutter anschließend sorgfältig rekonstruiert. Ziel ist es, die Gebärmutter und möglichst viel gesundes Gewebe zu erhalten.

Bei sehr großen, zahlreichen oder ungünstig gelegenen Myomen kann weiterhin eine offene Operation über einen Bauchschnitt die medizinisch sinnvollere oder sicherere Methode sein.

Wann kommt eine Entfernung der Gebärmutter infrage?

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, starke Beschwerden bestehen und andere Behandlungsmöglichkeiten nicht geeignet sind oder nicht gewünscht werden, kann auch eine Entfernung der Gebärmutter – eine Hysterektomie – infrage kommen. Sie ist die definitive Behandlung von Gebärmuttermyomen: Nach Entfernung der Gebärmutter können dort keine neuen Myome entstehen und myombedingte Regelblutungen treten nicht mehr auf.

Welche Operationsmethode geeignet ist, wird individuell entschieden. Wenn möglich, kann auch eine Hysterektomie minimal-invasiv durchgeführt werden. Der Erhalt der Gebärmutter ist jedoch für viele Patientinnen wichtig. Deshalb bespreche ich eine Hysterektomie immer im Zusammenhang mit den vorhandenen Alternativen, Ihren Beschwerden und Ihren persönlichen Wünschen.

Welche Behandlungen gibt es ohne Operation?

Neben Medikamenten und Operationen gibt es interventionelle Verfahren, bei denen die Gebärmutter erhalten bleibt.

Bei der Uterusarterienembolisation werden die Blutgefäße, die die Myome versorgen, über einen Katheter gezielt verschlossen. Dadurch werden die Myome schlechter durchblutet und schrumpfen.

Daneben existieren Verfahren mit fokussiertem Ultraschall, bei denen Myomgewebe ohne klassischen operativen Eingriff durch Wärme behandelt wird.

Solche Verfahren können bei ausgewählten Patientinnen eine sinnvolle Alternative sein, sind aber nicht für jede Größe und Lage geeignet. Bei bestehendem Kinderwunsch muss besonders sorgfältig abgewogen werden, da die Daten zu späteren Schwangerschaften je nach Verfahren begrenzter sind als nach einer klassischen Myomentfernung.

Wenn ein solches Verfahren für Sie infrage kommt, bespreche ich die Vor- und Nachteile mit Ihnen und vermittle Sie bei Bedarf an eine darauf spezialisierte Einrichtung.

Wo finden die Operationen statt?

Nach meinem Ausscheiden aus der Universitätsfrauenklinik Ende 2023 finden operative Eingriffe nicht mehr im Rahmen meiner Tätigkeit am AKH Wien statt. Je nach Eingriff, Versicherungsstatus und individueller Vereinbarung können Operationen unter anderem in der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz oder in der Privatklinik Döbling durchgeführt werden.

Wie erfolgt die Kontrolle nach einer Myomoperation?

Nach einer Operation vereinbaren wir die Kontrollen entsprechend dem durchgeführten Eingriff und Ihrem Heilungsverlauf. Häufig erfolgt eine erste Kontrolle nach etwa zwei Wochen und eine weitere Untersuchung nach einigen Monaten. Dabei beurteilen wir unter anderem die Wundheilung, Ihre Blutungsbeschwerden und – nach einer Myomentfernung aus der Gebärmutterwand – die Heilung der Gebärmutter.

Was bedeutet Uteruserhalt bei Kinderwunsch?

Wenn eine Operation notwendig ist und Sie später schwanger werden möchten, steht der Erhalt der Gebärmutter im Mittelpunkt. Bei einer Myomektomie wird deshalb gezielt das Myom entfernt, während die Gebärmutter erhalten bleibt.

Nicht jedes Myom muss bei Kinderwunsch operiert werden. Besonders relevant sind Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen oder diese deutlich verformen. Bei anderen Myomlagen hängt die Entscheidung unter anderem von Größe, Beschwerden, bisherigen Schwangerschaften und weiteren möglichen Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches ab.

Der gebärmuttererhaltende Ansatz war auch ein wesentliches Ziel der ZEM-Ambulanz, die ich 2003 am AKH Wien gegründet und bis Ende 2023 geleitet habe. Er ist mir auch heute in meiner Ordination ein zentrales Anliegen.

Schwangerschaft nach einer Myomoperation

Bei Kinderwunsch plane ich eine Myomentfernung so, dass möglichst viel gesundes Gebärmuttergewebe erhalten und die Gebärmutterwand sorgfältig rekonstruiert wird. Nach einer Myomentfernung aus der Gebärmutterwand braucht das Gewebe Zeit zur Heilung. Wie lange Sie vor einer Schwangerschaft warten sollten, lässt sich nicht pauschal festlegen. Die Empfehlung richtet sich unter anderem danach,

·wie groß und tief das entfernte Myom war,
·an welcher Stelle es lag,
·wie umfangreich die Gebärmutterwand eröffnet werden musste und
·wie die Gebärmutter anschließend rekonstruiert wurde.

Häufig wird eine Wartezeit von mehreren Monaten empfohlen. Die für Sie sinnvolle Dauer bespreche ich anhand des Operationsbefundes individuell.

Ist nach einer Myomoperation ein Kaiserschnitt notwendig?

Nicht jede Frau benötigt nach einer Myomektomie automatisch einen Kaiserschnitt. Ob eine vaginale Geburt möglich ist oder eine Kaiserschnittgeburt empfohlen wird, hängt unter anderem von Lage und Tiefe der früheren Myome, der Zahl und Tiefe der Schnitte in die Gebärmutterwand sowie davon ab, ob die Gebärmutterhöhle während der Operation eröffnet wurde.

Nach einer rein hysteroskopischen Entfernung eines Myoms aus der Gebärmutterhöhle entstehen in der Regel keine vergleichbaren Narben in der äußeren Gebärmutterwand.

Den Operationsbefund und seine Bedeutung für eine spätere Schwangerschaft und Geburt bespreche ich mit Ihnen bereits im Zusammenhang mit dem Eingriff.

Warum mit Myomen zu Prof. Obwegeser?

Langjährige Erfahrung mit Myomen und gebärmuttererhaltender Chirurgie

Ich bin seit 1993 Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und war ab 1994 als Oberarzt an der Universitätsfrauenklinik im AKH Wien tätig. Ende 2023 bin ich aus der Universitätsfrauenklinik ausgeschieden.

Myome und ihre gebärmuttererhaltende operative Behandlung gehören seit vielen Jahren zu meinen klinischen Schwerpunkten. 2003 habe ich am AKH Wien die ZEM-Ambulanz für Zysten, Endometriose und Myome gegründet und bis Ende 2023 geleitet.

Dort habe ich zahlreiche Patientinnen mit einfachen ebenso wie mit komplexen Myombefunden untersucht, beraten und operiert. Dazu gehörten auch Patientinnen mit sehr großen oder zahlreichen Myomen sowie bereits vorausgegangenen Operationen.

Diese Erfahrung hilft mir heute dabei, einzuschätzen, wann eine Behandlung notwendig ist, welches Verfahren geeignet ist und wann ein Myom lediglich beobachtet werden kann.

Nicht jedes Myom muss behandelt werden

Eine Operation ist kein Selbstzweck. Viele Myome verursachen keine Beschwerden und benötigen keine Therapie.

Heute stehen je nach Situation unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:

·Beobachten und kontrollieren,
·Behandlung von Blutungen und Schmerzen mit Medikamenten,
·hysteroskopische Entfernung von Myomen in der Gebärmutterhöhle,
·laparoskopische oder offene gebärmuttererhaltende Myomoperation,
·interventionelle Verfahren wie eine Uterusarterienembolisation sowie
·in ausgewählten Situationen eine Entfernung der Gebärmutter.

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von Ihrem Befund, Ihren Beschwerden und Ihren persönlichen Wünschen ab. In meiner Ordination nehme ich mir die Zeit, diese Möglichkeiten mit Ihnen zu besprechen und gemeinsam einen passenden Behandlungsweg festzulegen.

Was kostet die Behandlung?

Meine Ordination ist eine Privatordination ohne Kassenvertrag. Nach der Untersuchung erhalten Sie eine Honorarnote, die Sie bei Ihrem Krankenversicherungsträger zur Kostenerstattung einreichen können. Die Höhe der Rückerstattung richtet sich nach dem jeweiligen Versicherungsträger und den erbrachten Leistungen.

Eine private Zusatzversicherung kann abhängig von Ihrem Vertrag weitere Kosten ganz oder teilweise übernehmen.

Vor einer geplanten Operation erhalten Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Darin werden die anfallenden Kosten transparent dargestellt, sodass Sie vorab bei Ihrer privaten Versicherung eine Deckungszusage einholen können. Den konkreten Betrag für Ihr Anliegen nennen wir Ihnen gerne vorab am Telefon. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Ordination.

Häufige Fragen zu Myomen

Muss jedes Myom entfernt werden?

Nein. Viele Myome verursachen keine Beschwerden und benötigen keine Behandlung. Entscheidend sind nicht allein Größe oder das Vorhandensein eines Myoms, sondern vor allem Beschwerden, Lage, Veränderungen im Verlauf und Ihre persönliche Situation. Auch bei einem Kinderwunsch muss nicht jedes Myom entfernt werden. Besonders relevant sind Myome, die die Gebärmutterhöhle verformen. Ob und in welchen Abständen ein beschwerdefreies Myom kontrolliert werden sollte, lege ich individuell fest.

Können Myome bösartig werden?

Myome sind gutartige Tumoren der Gebärmuttermuskulatur. Ein sehr seltener bösartiger Tumor der Gebärmuttermuskulatur ist das sogenannte Leiomyosarkom. Nach heutigem Wissen entsteht ein Leiomyosarkom in der Regel nicht dadurch, dass sich ein bestehendes gutartiges Myom in einen bösartigen Tumor umwandelt. Sehr selten kann sich eine zunächst als Myom eingeschätzte Veränderung später als bösartig herausstellen.

Auch rasches Wachstum allein beweist keine Bösartigkeit. Eine neu auftretende oder deutlich wachsende Raumforderung nach den Wechseljahren sollte jedoch besonders sorgfältig abgeklärt werden. Je nach Befund können Ultraschall und Magnetresonanztomographie zusätzliche Informationen liefern. Eine bösartige Veränderung lässt sich durch die Bildgebung allein jedoch nicht in jedem Fall sicher ausschließen.

Kann ich mit Myomen schwanger werden?

Ja. Viele Frauen mit Myomen werden problemlos schwanger. Ob ein Myom die Fruchtbarkeit beeinflusst, hängt vor allem von seiner Lage ab. Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen oder diese deutlich verformen, können die Einnistung beeinträchtigen. In solchen Fällen kann eine operative Entfernung vor einer geplanten Schwangerschaft sinnvoll sein.

Bei intramuralen oder subserösen Myomen ohne Verformung der Gebärmutterhöhle ist der Nutzen einer Operation für die Fruchtbarkeit weniger eindeutig. Deshalb entscheide ich hier individuell anhand des gesamten Befundes.

Wachsen Myome nach der Operation wieder nach?

Ein vollständig entferntes Myom selbst wächst nicht wieder nach. Solange die hormonelle Aktivität der Eierstöcke besteht, können sich jedoch andere oder neue Myome entwickeln. Wie wahrscheinlich das ist, hängt unter anderem von Ihrem Alter, der Zahl der vorhandenen Myome und Ihrer individuellen Veranlagung ab. Nach den Wechseljahren werden Myome in der Regel kleiner beziehungsweise wachsen nicht weiter.

Wie lange bin ich nach dem Eingriff außer Gefecht?

Das hängt wesentlich davon ab, welcher Eingriff durchgeführt wird. Nach einer hysteroskopischen Myomentfernung erholen sich viele Patientinnen innerhalb weniger Tage. Nach einer laparoskopischen Myomektomie benötigt der Körper mehr Zeit, insbesondere wenn größere oder mehrere Myome aus der Gebärmutterwand entfernt wurden. Nach einer offenen Operation über einen Bauchschnitt dauert die Erholungsphase meist noch länger.

Wann Sie wieder arbeiten, Sport treiben und körperlich voll belastbar sind, hängt vom Umfang des Eingriffs, Ihrer beruflichen Tätigkeit und Ihrem persönlichen Heilungsverlauf ab. Vor der Operation bespreche ich mit Ihnen, mit welchem Zeitraum Sie in Ihrem konkreten Fall rechnen sollten.

Diese Information ersetzt kein ärztliches Gespräch. Bei plötzlichen, sehr starken Schmerzen, starken Blutungen, Fieber oder Kreislaufproblemen wenden Sie sich bitte sofort an eine gynäkologische Notaufnahme oder rufen Sie 144.
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Obwegeser
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Obwegeser
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe · MedUni Wien

Von 1989 bis 2023 an der Universitätsfrauenklinik im AKH Wien, ab 1994 Gesamtoberarzt; Gründer und langjähriger Leiter der ZEM-Ambulanz für Zysten, Endometriose und Myome.

Stand September 2026
Weiterführend
Endometriose
Wenn Regelschmerzen den Alltag bestimmen: Abklärung, Hormontherapie, Bauchspiegelung.
Eierstockzysten
Zysten am Eierstock: Ultraschall-Beurteilung, kontrollieren oder operieren.
Minimal-invasive Operationen in Wien
Schonende Operationen über Bauchspiegelung und Gebärmutterspiegelung mit dem Ziel, die Gebärmutter zu erhalten.
Sie haben ein Myom und starke Blutungen?

Wenn Sie starke Blutungen, Druckbeschwerden oder einen Myombefund abklären möchten, vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin unter +43 1 317 660 0 oder schreiben Sie an ordination@prof-obwegeser.at. Meine Ordination befindet sich in der Hörlgasse 14, Top 11, 1090 Wien. Bitte beachten Sie, dass sich der Eingang in der Liechtensteinstraße 8 befindet.

Termin online anfragen +43 1 317 660 0